Tafel Baden-Württemberg

​​​​​​​Lebensmittelretter mit sozial-ökologischer Ausrichtung

Stuttgart, den 10.07.18

2006 nahm die Tafel Baden-Württemberg e. V. seine Arbeit als Dachverband der Tafeln im Land Baden-Württemberg auf. Heute ist die Tafel Baden-Württemberg in sechs Tafelregionen mit 147 eigenständigen Tafelorganisationen gegliedert. Viele dieser Tafeln haben wieder zusätzliche Ausgabestellen eingerichtet, dadurch ist die Tafelarbeit in Städten und Gemeinden von Baden-Württemberg zu einem festen Bestandteil der sozialen Infrastruktur geworden. Innerhalb der deutschen Tafelbewegung haben die Tafeln in Baden-Württemberg immer für ein eigenständiges Tafelkonzept gestanden, das dem Kunden ein Einkaufen möglichst nah orientiert an normalen Geschäften ermöglicht, die Tafelläden.

„Armut und Lebensmittelverschwendung - das ist erschreckender Mangel auf der einen und irrsinniger Überfluss auf der anderen Seite. In diesem Spannungsverhältnis bewegen sich die Tafeln in Baden-Württemberg seit der ersten Tafelgründung im Land, in Heidelberg (1995) um einen Ausgleich. So arbeitet die Tafel Baden-Württemberg e. V. seit 2006, auch als Interessenvertreter seiner inzwischen 147 Mitgliedstafeln. Die Menge der Lebensmittel, die die Tafel Baden-Württemberg e. V. mit seinen regionalen Tafeln vor der Vernichtung rettet, hat sich in den letzten Jahren vervielfacht“, erklärt der Landesvorsitzende Wolfhart von Zabiensky.

Die Tafeln sind eine sozial-ökologische Bewegung, bei der die Rettung von Lebensmitteln untrennbar verbunden ist mit der Unterstützung von bedürftigen Menschen. „In den letzten Jahren konnten wir viel bewegen und sind stolz darauf, dass die Themen Lebensmittelverschwendung und Leben in Armut in Baden-Württemberg stark in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Der Landesverband ist seit 2016 Mitglied in der Landesarmutskonferenz (LAK) und seit 2017 im Bündnis gegen Armut im Alter.

Tafelarbeit im Land funktioniert auch in Netzwerken mit Kirchen, Sozialverbänden, Ehrenamtlichen, Händlern und Herstellern, den Kommunen und viele anderen Engagierten. All diese haben in den letzten Jahren zum Erfolg beigetragen. Besonderen Dank verdient hat das Diakonische Werk Württemberg, das die Tafel Baden-Württemberg e. V. von Anfang an mit Räumen und Sachleistungen unterstützt hat“, sagt von Zabiensky. „Wir haben viele starke Partner mit denen wir, auch auf der politischen Ebene, gemeinsam an einer Brücke zwischen Mangel und Überfluss arbeiten“.